Woran erkennt man Qualität im Coaching?
Zwischen Coach und Klienten (Coachee) muss ein Vertrauensverhältnis herrschen. Selbstverständlich sollte auch eine gegenseitige Wertschätzung da sein. Ihnen als Klienten empfehlen wir, sich damit auseinanderzusetzen, ob Ihnen die Methoden, mit denen der Coach arbeitet, zusagen und Ihrem Typ entsprechen. Erkundigen Sie sich ruhig im Informationsgespräch nach seiner Ausbildung. Coach ist kein geschützter Begriff. Wir alle wissen, dass Zertifikate nicht mit Qualifikation gleich gesetzt werden können, aber übernehmen Sie Verantwortung für sich und fragen Sie nach, wie der Coach arbeitet, welche Erfahrungen er hat und lassen Sie sich evtl. auch die entsprechenden Zertifikate zeigen. Auch für ein Coaching selbst gibt es keine Regeln, an denen Sie die Qualität messen können. Es gibt verschiedene Verbände für Coaching und für NLP, die nach entsprechender Ausbildung und Prüfung Zertifizierungen ausstellen. Auch dabei gibt es große Unterschiede, z.B. in der Menge der Übungs-Coachings und auch bei den Supervisionen, bei denen ein Coach ein stattgefundenes Coaching mit einer dritten Person analysiert und bespricht.
Leider gibt es viele Coaches, die ohne entsprechende Erfahrung und Ausbildung die Tatsache nutzen, dass der Begriff nicht geschützt ist, unserer Ansicht nach auch nicht genügend Respekt vor der Seele anderer Menschen haben und sich dadurch überschätzen. Ein Coach ist
kein Psychotherapeut und sollte bei bestimmten Themen von sich aus den Coachee weiter zu einem Fachkollegen schicken.
Eine kurze Zusammenfassung, auf was Sie bei der Auswahl eines Coachs achten sollten:
- Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl. Zwischen Ihnen und dem Coach sollte ein entspanntes, respektvolles Vertrauensverhältnis sein.
- Fragen Sie Freunde, Bekannte oder Kollegen, ob sie jemanden empfehlen können.
- Fragen Sie den Coach nach seiner Qualifikation und Erfahrung. Lassen Sie sich ggfs. die Zertifikate zeigen.
- Das Informationsgespräch sollte kostenlos sein oder zumindest nicht den normalen Coaching-Satz haben.
- Fragen Sie nach den Methoden, mit denen der Coach arbeitet und dem Ablauf eines Coachings.
- Überprüfen Sie, inwieweit der Coach seine Grenzen kennt und wie er vorgeht, wenn z.B. alte Traumata hervorkommen, mit denen niemand gerechnet hat. Schauen Sie, ob er mit Fachkollegen (Psychologen, Psychotherapeuten) zusammenarbeitet und sie Ihnen nennen kann.
- Jeder Coach sollte regelmäßig selbst Supervisionen machen, d.h. seine Problemfälle mit einem Supervisor besprechen und sich vor dem sogenannten blinden Fleck (Teil des Selbst, der vom Coach bei sich nicht wahrgenommen wird) zu schützen.
- Fragen Sie nach Schwerpunkten und nach möglichen Referenzen. Achten Sie dabei darauf, ob er die Fälle beim Namen nennt oder diskret bleibt.
- Klären Sie vorher den Coaching-Bedarf, die Anzahl der Coachings und Formalitäten wie Berechnung bei Absage etc.
- Ganz zum Schluss sollten Sie Ihr Bauchgefühl mit zu Rate ziehen und dann entscheiden.
Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne unter
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Tel. 0221 - 94 64 68 14 an.

